Hebel bzw. Leverage beim Forextrading



Die Ursache dafür, dass man beim Forexhandel mit etwas Glück und Geschick hohe Gewinne erzielen kann ist der Hebel, der mitunter auch als Leverage bezeichnet wird. Beim Leverage handelt es sich um ein Vielfaches an Kapital, welches der Broker dem Trader leiht, damit dieser mit einer ausreichenden Handelssumme überhaupt am Handel mit Devisen teilnehmen kann. Je nach Broker und je nach Art der Währung kann der Leverage bis zu 400:1 betragen. Somit leiht der Forex Broker dem Kunden also praktisch das 400-fache des Kapitals, welches der Anleger selbst investieren möchte. Generell bedeutet ein höherer Hebel jedoch auch ein höheres Risiko, denn mit steigendem Hebel sinkt das Risikopuffer Margin, mit welchem zwischenzeitliche Verluste noch aufgefangen werden können.

Woraus sich der Leverage ergibt



Der Leverage ergibt sich aus dem Margin, welches der Devisen Broker vom Anleger als Sicherheitsleistung einfordert, denn das Margin multipliziert mit dem Leverage ergibt stets die Zahl 100. Wenn der Forex Broker also für eine Handelsposition ein Margin von 0,50 Prozent verlangt, so ergibt sich daraus automatisch ein Hebel von 200. Das würde dann zur Folge haben, dass jedes Prozent Kursänderung der gewählten Währung auf das vom Anleger investierte Kapital eine Veränderung des Gewinnes oder Verlustes von 200 Prozent hätte. Durch den Leverage ergeben sich demnach die extrem hohen Gewinne, die man beim Forexhandel erzielen kann. Denn da die Hebel bis hin zu 400 reichen können, würde ein Kursanstieg bei einem Währungskurs von zehn Prozent für den Anleger einen Gewinn von 4.000 Prozent bedeuten. Anfänger sollten jedoch eher geringere Hebel von 10 oder 20 wählen, denn je höher der Leverage ist, desto schneller droht auch ein Totalverlust.

Welcher Leverage ist zu empfehlen



Beim Handel mit Devisen kommt es bezüglich der Höhe des Margins und somit auch bezüglich der Höhe des Hebels vor allem auf die Art der Währung an. Werden die starken Währungen wie Euro oder US-Dollar gehandelt, so reicht dem Broker oftmals bereits ein Margin von 0,50 oder 0,25 Prozent aus. Daraus würde sich demnach ein Leverage von 200:1 bzw. von 400:1 ergeben. Besonders bei den so genannten exotischen Währungen, also bei Währungen die vergleichsweise selten gehandelt werden, sind die geforderten Sicherheitsleistungen allerdings meistens deutlich höher. Bei solchen Währungen wird ein Margin meistens in Höhe von rund zehn Prozent gefordert. Daher beträgt dann auch der Leverage nur noch zehn Prozent. Für Anfänger im Bereich Forex Trading empfiehlt sich ohnehin erst einmal ein vergleichsweise geringer Hebel. Beim Handel mit Euro, US-Dollar und noch einigen anderen Währungen stellt der Broker zwar automatisch einen sehr hohen Leverage von 400:1 oder 200:1 zur Verfügung, aber natürlich muss man diesen in der Form nicht nutzen. Wenn man nicht sein gesamtes Kapital investiert, sondern sich praktisch ein höheres Margin als „Puffer“ zurück hält, kann man so indirekt auch den Leverage reduzieren. Fortgeschrittene hingegen nutzen meistens die sehr hohen Hebel, um in kurzer Zeit hohe Gewinne erzielen zu können bzw. schon bei sehr geringen Kursänderungen profitieren zu können.

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