Long Position beim Forexhandel



Die meisten Anleger spekulieren beim Devisenhandel darauf, dass der Wert der Währung X gegenüber dem Wert der Währung Y zukünftig ansteigen wird, was sich in einem steigenden Wechselkurs darstellen würde. Immer dann, wenn man eine Währung kauft und im Gegenzug eine andere Währung verkauft, zum Beispiel Dollar gegen Euro, wird dadurch eine Long-Position auf dem Währungskonto erzeugt. Verkauft man hingegen eine Währung, die man gar nicht besitzt, so wird dadurch eine Short-Position in dieser Währung aufgebaut. Das wäre zum Beispiel dann der Fall, wenn ein Anleger aus Deutschland Dollar, die er nicht im Bestand hat, verkauft und im Gegenzug Euro kauft. Der „normalere“ Weg wäre es jedoch, wenn man die Landeswährung Euro verkauft, um eine andere Währung zu kaufen. Dadurch würde sich dann eine Long-Position aufbauen.

Die Long-Position und die Finanzierungskosten



Mit einer Long-Position, die man mehr als einen Tag im Bestand hält, sind stets Finanzierungskosten verbunden. Der Anleger muss dem Forex Broker dann für das ihm zum Handeln überlassene Kapital Zinsen zahlen, was im gesamten Finanzbereich durchaus so üblich ist. Die Finanzierungskosten für eine Long-Position fallen ab dem zweiten Tag an, an welchem man die Position im Bestand hat und werden fortan bis zum glattstellen der Position für jeden weiteren Tag berechnet. Derzeit liegen die Finanzierungskosten bei einem Zinssatz zwischen 4,00 und 5,50 Prozent. Der Zinssatz bezieht sich natürlich auf ein gesamtes Jahr (Jahreszins), der Anleger muss also nicht etwa fünf Prozent Zinsen am Tag zahlen. Die Grundlage für die so entstehenden Zinskosten ist das gehebelte Kapital und nicht nur das Margin des Anlegers, da es um das geliehene Kapital geht.

Die Long-Position für Optimisten



Etwas vereinfacht gesagt ist es beim Forexhandel so, dass die optimistischen Anleger sehr oft eine Long-Position aufbauen, weil sie eben davon ausgehen, dass die Währung X an Wert gewinnen wird. Anleger die sehr häufig eine Short-Position durch den Leerverkauf einer bestimmten Währung generieren, werden hingegen eher als Pessimisten dargestellt. Wann es sinnvoll ist, durch den Kauf einer Währung eine Long-Position in dieser Währung aufzubauen, dass kann man beispielsweise an verschiedenen Handelssignalen erkennen, die eine Hilfe darstellen sollen. Bei den so genannten Daytradern ist es sogar so, dass diese an einem Tag mehrere Long-Positionen in verschiedenen Währungen aufbauen und die Positionen noch am selben Tag wieder glattstellen. Das Gleiche gilt natürlich in ähnlichem Umfang auch für eventuelle Shortpositionen.

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