Forex Spread



Beim Forexhandel sind viele Leistungen, die der Broker dem Kunden zur Verfügung stellt, kostenlos. Dazu zählt beispielsweise das zur Verfügung stellen des Handelskontos sowie der gesamten Handelsplattform, das Anzeigen der Realtime-Kurse und weitere Hilfen und Funktionen. So muss der Anleger beispielsweise für die Eröffnung und für die Nutzung des Handelskontos keinerlei Gebühren zahlen. Wenn kein Handel stattfindet, fallen also auch kein Kosten an, anders als bei manch anderen Geldanlagen. Und auch die aus dem Wertpapierbereich bekannten Orderkosten, die im Zusammenhang mit einem erteilten Auftrag anfallen, gibt es beim Forex Trading nicht. Neben den Finanzierungskosten, die auf den Anleger immer dann zukommen, wenn er eine Long-Position über Nacht hält, ist in erster Linie der so bezeichnete Spread der Hauptgebührenfaktor beim Forexhandel. Der Spread ist gleichzeitig auch die Gewinnmarge des Forex Brokers bzw. dessen Haupteinnahmequelle.

Was ist der Spread und wie wird er berechnet?



Konkret wird die Differenz zwischen dem Ankaufskurs und dem Verkaufskurs, den es bei jedem Währungskurs gibt, als der Spread bezeichnet. Der Spread ergibt sich also demnach daraus, dass der Anleger eine bestimmte Währung zu einem höheren Kurs kaufen muss, als wenn er die gleiche Währung in der selben Sekunde verkaufen würde. Da die Kurse vom Broker gestellt werden, kann der Broker auch entscheiden, wie hoch er den Spread ansetzt. Da sich die Spreads nicht nur zwischen den Währungen, sondern auch zwischen den Forex Brokern unterscheiden, ist der Spread durchaus auch ein Vergleichskriterium zwischen den Anbietern. Der Anleger muss also zum höheren Briefkurs kaufen und dann zu einem niedrigeren Geldkurs wieder verkaufen. Der Spread wird aufgrund dieser Kursbezeichnungen auch als Geld-Brief-Spanne bezeichnet.

Wie hoch ist der Spread?



Wenn man nun als Anleger darüber informiert ist, dass der Spread auf einen als Kostenfaktor beim Forexhandel zukommt, dann stellt sich natürlich die Frage, wie hoch der Spread ist, also mit welchen Gebühren man rechnen muss. Wie bereits kurz zuvor erwähnt, legt jeder Broker den Spread für seine Angebote selbst fest. Allerdings muss man sich natürlich an den Mitbewerbern orientieren, um hier auch konkurrenzfähig zu bleiben. Üblicherweise beträgt der Spread bei den „starken“ Währungen etwa 1-3 Pips und bei den anderen Währungen zwischen vier und 20 Pips. Je volatiler und instabiler die gehandelte Währung ist, desto höher ist auch der Spread. Als Pip wird übrigens die kleinstmögliche Änderung eines Währungskurses bezeichnet, was am Beispiel des US-Dollar-Kurses verdeutlicht werden kann. Der Kurs des US-Dollars gegenüber dem Euro liegt beispielsweise bei 1,3501 Dollar. Die Veränderung um einen Pip wäre dann eine Veränderung der vierten Nachkommastelle, also entweder auf 1,3502 oder auf 1,3500 Dollar. Wenn man nun einmal rechnet, dass man beispielsweise inklusive dem durch den Hebel zur Verfügung gestelltem Kapital des Forex Brokers eine Position von 50.000 Euro handeln würde, so würde ein Spread von zwei Pips in Euro ausgedrückt eine „Gebühr“ von etwa fünf Euro bedeuten. Bezogen auf den eigenen Kapitaleinsatz des Kunden entspräche das einer „Gebühr“ von etwa einem Prozent.

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